Sprachstörung durch Schnuller

Geschrieben von am 30. Juli 2010 | Abgelegt unter Artikel Ariane Willikonsky

schnuller

Zu intensives und langanhaltendes Nutzen eines Schnullers kann zu Problemen führen

 

Es ist unbestritten, dass Schnuller bei vielen Babys zur Beruhigung führen und damit die Nerven der Bezugspersonen schützen. Zu häufiger, oder zu lange anhaltender Einsatz dieses „Beruhigungsmittels“ kann aber zu gravierenden Störungen führen. Leider ist auch dies eine unbestrittene Tatsache. Studien haben gezeigt, dass sich das Saugen am Schnuller deutlich vom Saugen an der Brust unterscheidet und es dadurch beim Stillen zu Problemen kommen kann. Häufig treten zudem massive Verformungen des Kiefers und Zahnfehlstellungen auf, und zwar selbst bei solchen Saugern, die als „kiefergerecht“ bezeichnet werden. Manche Schnullerkinder können dann die Zahnreihen nicht komplett schließen (offener Biss), haben ein falsches Schluckmuster, oder Lispeln. Um diesen Problemen vorzubeugen, sollten Kinder daher den Schnuller nur bekommen, wenn es unbedingt notwendig ist. Mit größeren Kindern sollten Abmachungen getroffen werden. Z.B. Schnuller immer nur beim Schlafen, niemals im Kindergarten, nicht bei der Oma o.ä.

 

Spieltipp: Der müde Schnuller

 

Helfen können auch kleine „Schnullermärchen“. Meine Tochter legte im dritten Lebensjahr den Schnuller abends in ein Puppenbett, nachdem ich ihr erzählt hatte, dass der Schnuller vom vielen Herumtanzen im Mund sicher manchmal auch ganz müde sei.

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